Jubiläum
Am 27. März 1998 feierte die Schwäbische Skischule Ravensburg ihr 25-jähriges Jubiläum. Neben ca. 50 ehemaligen und aktiven Skilehrkäften fanden sich zahlreiche Ehrengäste im liebevoll geschmückten Saal des Gasthofs Mohren in Ravensburg ein.
Nach einer kurzen Begrüßung durch die beiden Skischulleiter Dieter Kautt (DAV) und Oliver Schulze (SV) hielt Robert Braun als Mitbegründer der Skischule einen interessanten Rückblick auf die Geschichte des Skilaufs von seinen Anfängen bis zur Gegenwart.
Auf die spezielle Entwicklung der Schwäbischen Skischule Ravensburg ging Dieter Kautt in seinem Beitrag ein.
Besonders hob er die gelungene Kooperation zweier Vereine für eine gemeinsame Sache hervor: "Allen anfänglichen Zweiflern und Kritikern zum Trotz funktioniert sie nun seit 25 Jahren hervorragend und ich hoffe, sie überdauert auch die nächsten 25 Jahre schadlos." Mit Bedauern begründetete er noch einmal den Wechsel des Skikursorts vom nahegelegenen Steibis nach Flumserberg in der Ostschweiz. Aber die schneearmen Winter machten eine Planung für das Allgäu einfach unmöglich. Anschließend präsentierte er den Anwesenden die stolze Bilanz eines Vierteljahrhunderts: "In den bisherigen 25 Wintern wurden 8.771 Skischüler jeglichen Alters und Könnenstandes von 198 Skilehrkräften unserer beiden Vereine unterrichtet. Dabei wurden 100.500,00 DM erwirtschaftet, die zu gleichen Teilen an beide Vereine überwiesen wurden." Zum Schluss galt sein Dank allen Skilehrkräften, ehemaligen wie aktiven, die durch ihren Einsatz den Fortbestand der Skischule über diese Zeit hinweg garantierten.
Im weiteren Verlauf wechselten sich kurze Reden und lockere Einlagen in schneller Folge ab. Alle Redner hielten, was die Länge ihrer Beiträge betraf, strenge Disziplin, so dass der Abend nicht lang- sondern sehr kurzweilig verlief.
Die beiden Vereinsvorstände gratulierten den zwei Skischulleitern und bedankten sich nach kurzen Worten mit Buchgeschenken für die private und die Skischulbibliothek.
Als Stellvertreterin des OB überbrachte Frau Gemeinderätin Elisabeth Vetter nicht nur die Glückwünsche der Stadt sondern auch ein Kuvert mit "besonderem Inhalt".
Der Referent Skischulen des Schwäbischen Skiverbandes aus Stuttgart Karl-Heinz Schmid (Photo, Mitte) überreichte den Vereinsvorständen Gerhard Mücke (DAV) (Photo, links) und Josef Schweizer (SV) (Photo, rechts) eine Ehrenurkunde für das 25-jährige Bestehen ihrer gemeinsamen Skischule.
Den Skischulleitern schenkte er zwei Flaschen Sekt mit den Worten: "Die habe ich eigenhändig aus dem Stuttgarter Rathauskeller geklaut."
Eine besondere Ehrung nahm der Vorsitzende des Bezirks Allgäu/Oberschwaben Hans-Peter Bopp (Photo, links) nach seiner Gratulation vor:
für 25-jährige aktive Tätigkeit erhielt Leo Högel (Photo, rechts) die SSV-Ehrennadel in Gold.
Herzlichen Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!
Dass Leo diese Auszeichnung wirklich verdient hat, zeigt das jüngste Beispiel:
am 9. August veranstalteten wir eine inline-skating-tour von Eschach zu einem Grillplatz an der Argen.
Zwischendurch wurde an geeigneter Stelle ein ca. einstündiges Slalom-Training eingelegt.
Trotz glühender Hitze war unser Leo mit seinen 72 Lenzen aktiv dabei.
Und er ließ es sich auch nicht nehmen, wie die anderen vor dem Grillen ein kühles Bad in der Argen zu nehmen.
Einfach super, Leo!
"Alle Skilehrkräfte, die mindestens zehn Jahre Zugehörigkeit und dabei sechzig Skikurstage aufweisen können, sollen ebenfalls eine besondere Ehrung erfahren", teilte Oliver Schulze den Anwesenden mit.
Siebzehn Lehrkräfte erfüllten beide Kriterien, wobei die Zugehörigkeit bis 25 Jahre (s. Leo) und die Zahl der Einsatztage bis 154 reichte. Die Summe der Einsatztage dieser siebzehn Lehrkräfte ergibt 1533 Tage, das würde für einen Einzelnen bedeuten, 4 Jahre und 73 Tage ununterbrochen Skikurs geben!
Als Geschenk für diesen beispiellosen Einsatz hatten sich die Skischulleiter einen besonderen Gag einfallen lassen. Alle erhielten eine Skimütze mit dem Aufdruck "25 Jahre Schwäbische Skischule Ravensburg".
Auf dem Photo vorne von li. n. re.: Klaus Langer, Wolf-Dieter Kautt, Leo Högel, Thomas Haas; hinten von li. n. re.: Ingrid Engler, Franz Albrecht, Sepp Glück, Monika Mittag, Ulrich Elwert, Robert Braun, Oliver Schulze.
Glanzlichter dieses Abends stellten auch die Einlagen einer Reihe von jüngeren Skilehrkräften dar.
Bei einer Modenschau wurden die Skischulbekleidungen der letzten 25 Jahre vorgestellt. Bis auf das erste Modell waren alle Kollektionen lückenlos vertreten und wurden von den Anwesenden mit zahlreichen Kommentaren bedacht: "in dem bin i glei am erschde Dag s...nass wore" oder "mit dem blöde Blouson hosch dauernd an Buckel gfrore, weil er Dir über de A... naufgrutscht isch".
Zu den Klängen von "La Montanara" und "Ja, ja die Liebe in der Schweiz" führten anschließend Hubi, Stephan, Michi, Gere, Manuel und Dirk ein "Big-Foot-Ballet" vor, das nach furiosem Verlauf wie ein Can-Can endete, nur waren auf den sechs Popos die Worte "25 J a h r e" abzulesen (s. unten).
Diese Vorführung rief wahre Begeisterungsstürme hervor und musste natürlich sofort wiederholt werden.
Besonderer Dank gilt den drei Damen, die im Hintergrund wirkten: Annika als Choreografin, Heidi als ihre Partnerin und Nicola, die in reizender Aufmachung und mit einem "Flums-Ortsschild" diese Nummer ankündigte.
Im letzten Programmpunkt wartete selbst auf die Verantwortlichen eine Überraschung. Die Akteure hatten sich bei der Vorbereitung nicht in die Karten schauen lassen. Das Feuerwerk aber, das sie dann abbrannten, war die Geheimniskrämerei absolut wert und gestaltete sich zu einem Großangriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer. Zuerst sahen sie eine treffende Parodie auf Skischulleiter Dieter Kautt beim Bambini-Kurs. Als Skischüler wurden einige Personen aus dem Publikum mit einbezogen, die nach Absolvierung anstrengender Übungen natürlich eine Stärkung in Form von "Gummibärchen" erhielten. Dann waren Oli Schulze und sein Stellvertreter Thomas Haas an der Reihe. Täuschend echt wurden sie beim Hüttenaufenthalt während der letzten Fortbildung gezeigt. Einem langen, feuchtfröhlichen Abend folgte eine kurze Nacht und ein leidvolles Erwachen. Zum Schluss bekam auch noch Kassierer Armin Grabert sein Fett weg. Die Vorbereitungen zu seinem Sonnenbad im eigenen Liegestuhl neben dem Bus waren einfach köstlich anzusehen.
Nach dieser letzten Einlage war das Programm des Abends abgeschlossen und man ging zum gemütlichen Beisammensein über. An allen Tischen wurden alte Erinnerungen hervorgerufen und untereinander ausgetauscht, manche der Anwesenden hatten sich seit Jahren nicht mehr gesehen.
Dies führte wie zu erwarten dazu, dass der inoffizielle Teil für viele länger dauerte als der offizielle, für einige gar bis zum Morgengrauen.
Das Fazit der Skischulleiter aus der Rückmeldung vieler Gäste und auch aus den eigenen Reihen: es war rundherum ein gelungener Abend und einem 25-jährigen Jubiläum angemessen.
Möge die Schwäbische Skischule Ravensburg noch viele "runde Geburtstage" feiern können!
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